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Das Bethlem Hospital – 6. Tag der Blogtour zu „Engel der Themse“

Heute an Tag 6 unserer Blogtour möchte ich mich etwas näher mit dem Bethlem Hospital in London beschäftigen.

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Die Anfänge des Bethlem Hospitals

Das Bethlem Hospital öffnete seine Pforten zum ersten Mal im Jahre 1357 seine Pforten für Insassen. Das Wort „Patient“ wurde damals für die Bewohner noch nicht gebraucht. Das Hospital wurde zunächst von Mönchen des „New Order of St. Mary“ geführt. Die Behandlungsmethoden waren alles andere als menschlich, da die Mönche der Überzeugung waren nur eine äußerst harte Behandlung in Verbindung mit einer strengen Diät sowie die komplette Isolation von der Außenwelt ermöglichten das Auskurieren der „psychischen Verwirrung“. Nicht selten lebten die Insassen angekettet in ihrem eigenen Dreck.

Zunächst beherbergte das Bethlem Hospital nur etwas ein dutzend Insassen gleichzeitig und bestand neben den Räumen der Gefangenen nur aus einer zusätzlichen Küche und einem kleinen Garten.

Etwa zu Ende des 16. Jahrhundert ging das Bethlem Hospital von der Kirche in die Obhut der Krone über, vermutlich weil diese ein finanzielles Potential erkannte. Ende des 17. Jahrhunderts zog das Hospital schließlich in größere Räumlichkeiten um mehr Patienten aufnehmen zu können. Viele der damaligen Insassen sind nach den heutigen Standards keineswegs als geistig krank anzusehen, sondern litten beispielsweise an  Epilepsie oder an einer geistigen Behinderung. Die Zustände änderten sich für die Insassen nicht zum Positiven, in den Folgejahren kamen Elektroschocks und der Rotationsstuhl als zweifelhafte „Therapiemethode“ hinzu und bereiteten den Patienten die Hölle auf Erden.

Im Volksmund wurde der Name Bethlem bald zum Wort Bedlam verballhornt und somit ein Inbegriff für den Begriff des Wahnsinns.

Melancholy und Raving Madness

Der Eingang des Hospitals wurde von zwei Figuren gekrönt, die einem schon beim bloßen Anblick einen Schauer über den Rücken jagen. Zwei menschliche Figuren umrahmten den Eingang mit den treffenden Namen „Melancholy“ und „Raving Madness“, letztere verzogen zu einer gefesselten, steinernen Grimasse. Heute säumen sie die Flanken der Treppe zu Gallerie des Bethlem Hospitals im gleichnahmigen Museum.

 

 

Gewinnspiel

Im Rahmen der Blogtour zu „der Engel der Themse“ wird in Zusammenarbeit mit dem Dryas-Verlag ein Gewinnspiel veranstaltet. Dazu beantwortet einfach die heutige Tagesfrage in den Kommentaren:
Interessiert ihr euch für die Geschichte des Bethlem Hospitals oder habt vielleicht schon einmal das zugehörige Museum besucht?

 

Teilnahmebedingungen

  • Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
  • Der Versand erfolgt nur innerhalb Deutschland, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
  • Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass im Gewinnfall die Adresse dem Verlag übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
  • Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
  • Das Gewinnspiel wird vom Verlag im Rahmen der Blogrunde veranstaltet.
  • Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
  • Das Gewinnspiel endet am 12.10.2016 um 23:59 Uhr.
  • Ausgelost wird in der Folgewoche

Hier findet ihr noch einmal die einzelnen Stationen der Blogtour.

 

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5 Kommentare

  • Beantworten Jutta 8. Oktober 2016 at 18:54

    Hallo,
    ich habe das Museum noch nie besucht, mich aber vor einigen Jahren mit der Geschichte der Krankenpflege beschäftigt und finde die Geschichte des Bethlem Hospitals darum sehr interessant. Sozialgeschichte ist eines meiner Lieblingsthemen in der Geschichte. Und es ist unglaublich, wie früher Kranke behandelt wurde. Ins Krankenhaus gingen nur die armen Leute, häufig um dort zu sterben. Und gerade bei Menschen mit geistiger Behinderung waren die Unterbringungen wohl furchtbar.

    Liebe Grüße und danke für den interessanten Beitrag, Jutta

  • Beantworten Aleshanee 9. Oktober 2016 at 6:12

    Guten Morgen!

    Kennst du schon unsere Gruppe für Blogtouren auf Facebook? Vielleicht magst du ja mal vorbeischauen? 🙂
    Wir halten da alles aktuell und verlinken die Beiträge, damit man immer alles im Blick hat und nichts verpasst – bei den vielen Touren verliert man ja leicht den Überblick 😉
    https://www.facebook.com/groups/981737925190683/

    Liebste Grüße, Aleshanee

  • Beantworten Jenny Siebentaler 9. Oktober 2016 at 8:53

    Die Geschichte über Bethlem Hospitals ist schon interessant wusste vorher gar nichts von bzw. war mir nicht bekannt! Ein bisschen Gänsehaut Feeling ist auch dabei und ich würde gerne mehr erfahren bzw. nun auch endlich gerne ins Buch reinlesen wollen. 🙂

    LG Jenny
    jspatchouly@gmail.com

  • Beantworten Tiffi2000 9. Oktober 2016 at 13:19

    Hallo,

    ich kannte es leider noch nicht, aber dein Beitrag war wirklich spannend und ich finde auch die Thematik sehr interessant 🙂

    LG

  • Beantworten Margareta Gebhardt 9. Oktober 2016 at 17:12

    Hallo ,

    vielen Dank für den interessanten Beitrag .
    Mich würde schon die Geschichte des Bethlem Hospitals sehr interessieren und
    auch sicher wäre auch schön mal das Museum zu sehen .Ich habe Epilepsie und bin
    froh das ich jetzt lebe und nicht in diese Zeit wo Elektroschocks und der Rotationsstuhl
    Therapiemethoden waren.

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt (Stern44 )

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